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Entries in Pfälzer Wald (2)

Thursday
Oct072010

Fatty

It was a late october day in 2005 as I first cranked the Fatty in Rodalben.

Although strictly "verboten" to mountain bikers especially on the weekends, the 46 kilometer singletrack Eldorado in the Rheinland-Pfalz region has gone mainstream and became very popular in the mtb-community. Millions of pictures posted, there are helmet cam videos in the wild and, albeit no necessity for navigation, GPS tracks too.

As more and more idiots get their hands on this stuff, weekend rides are no rarities. The hikers, the legitimate owners of the footpath, have already gone mad. At facebook times, there are no secrets anymore. Just click the fricking "Like" button.

Soon, there will be no more riding on this jewel, that is for sure.

I keep asking, why should I care? I rode it a few times, and quite frankly, it is not even the best trail in that area - no climbs, no descents and nothing really technically challenging on it. But it was a thrill to keep the guerilla hype going, whispering the magic and passing it around. All done underground and we all had our fun.

In 3 weeks, it will be the fifth year of my premiere on fatty and no place would be better to celebrate this than in Rodalben. I even think of riding the very same bike I rode on the first tour for this anniversary: My Canyon Nerve ES-8, of course with the fatty 2,35 Alberts tyres on it.

If anything, there will still be one promise for me to keep: It will be on a week day.

Monday
Oct192009

Pfälzerwald 2009 - Revisited

Immer nach dem gleichen Muster. Das Telefon klingelt:

“Michael Abi*?”
“Jou.”
“Hättest du mal Lust, ähmm, am Wochende biken zu gehen?”
“Ja, klar. Mach ma.”

Somit war eigentlich die aufwendige Planung bereits abgeschlossen. Es ging los am Donnerstag Abend. In die Pfalz.

Tag 1 - Rodalben

Zwar hatten wir beide den übergehypten und auch ferbotenen Fatty bereits einige Male in den Beinen, das (und der Dauerregen am Freitag Vormittag) sollte uns nicht daran verhindern, zu den bereits vorhandenen Straftaten einen weiteren hinzuzufügen. Über den Fatty ist bekanntlich wenig zu berichten, langweiliger Singletrail halt, so etwa 40 Kilometer lang! Ganz nett. ;) :D

Die Kaffeefahrt endete beim Supermarkt in Rodalben. Anschliessend rückten wir nach Dahn, unsere ausgesuchte Heimat für die nächsten 2 Tagen. Leckeres pälzisch-chinesisches Abendessen wurde mit nicht so leckerem chinesischem Reisbier kombiniert, was wiederum ganz wertfrei in dem gebackenen Banane endete. Dies trübte die Stimmung keineswegs, als wir dann im Wohnzimmer von Peter Förster die Schokoladenvorräte mit begleitender Musik vernichteten.

Tag 2 - Dahn

Der Samstag begann mit hohem, steigendem Luftdruck. Somit blieb der angesagte Regen aus und wir hatten die einzigartigen “Schätze der Süden” im Programm, ein Mix aus dem Dahner-Felsenweg und akribisch handausgelesene Singletrails der Region. Die zigfachen Abzweigungen führten mich teilweise in die Irre, aber bis auf wenige Ausnahmen, klappte es sogar mit dem Navigieren einigermassen gut.

Was war das für eine Runde! Bergauf oder bergab, selten wird man mit so einem hohen Trailanteil belohnt. Als das Dauergrinsen in unseren Gesichtern doch gesundheitsschädliche Dimensionen annahm, wollten wir was dagegen unternehmen. So begaben wir uns in der “Dicken Eiche” zur lebhaften Gesellschaft der Pfälzerwald-Wanderer, die sangen und tanzten was das Zeug hielt. Obwohl sichtlich irritiert von unserem Aussehen, waren sie sogar richtig “nett” zu uns.

Diese einmalige Atmosphäre genoss Michael mit Leberknödel und quittierte es mit dem passenden Gesichtsausdruck. Anschliessend war der alter Mann doch nicht mehr zu retten, als wir anschliessend die tollen Trails eins nach dem anderen rauf und runterdüsten. Nach allen Felsenarten (Wetzstein-, Rappen-, Zwickstein, Schmalstein- und Napoleonfelsen), eigenartigen Ortschaften wie Busenberg, also nach etwa 56 km und bei ca. 1400 HM fand der Trailwahnsinn sein Ende in Dahn, gerade rechtzeitig vor dem verdienten tollen Abendessen im Dahner Sportpark, dessen öffentlichem Parkplatz wir für unsere Übernachtungen mißbrauchten.

Michael zockte danach eine Runde Motocross mit seinem iPhone, während wir den grünen Silvaner gemeinsam zunichte machten. Schon wieder ein netter Abend mit viel Musik, ausgiebiger Unterhaltung, viele dunkler Schokolade und lauter Gelächter.

Tag 3 - Münchweiler

Für den Sonntag war Spätaufsteherfrühstück angesagt. Zum Glück hatten die Meteorologen schon wieder versagt, nix war’s mit dem vorhergesagten Regen. Nach dem Frühstücksbuffet haben wir uns schnell auf dem Weg nach Münchweiler gemacht, für die letzte Runde des langen Weekends.

Dem ersten moderaten Anstieg folgte ein versteckter Singletrail** der “recht netten” Sorte. Anschliessend kam der lange, unaufhörliche 500 HM Anstieg zum Luitpoldsturm. Etwas ausgepowert beim Turm, musste ich einige nettaussehenden alten Damen die wertvollen Katjes Bonbons mit Waffengewalt rausrücken, während Michael oben die schöne Aussicht über den ganzen Pfälzerwald genoss. Burg Trifels war omnipräsent und weckte bei mir stets alte Erinnerungen auf, da ich in meinen jüngeren Jahren in Annweiler ein Jahr lang das dortige evangelische Gymnasium unsicher machte.

Anschliessend haben wir die Runde ein wenig verkürzt**, ein kleines Stück Strasse gefahren aber wurden mit einem etwa 4 kilometerlangen ununterbrochenen Singletrail belohnt, der sogar in dieser verwöhnten Bike-Region seinesgleichen sucht.

Als wir uns wunderten, wo die übrigen Höhenmeter blieben, wurden wir schnell des besseren belehrt: Schon wieder ein extralanggezogener Anstieg, der den Begriff “Bergaufrollen” etwas an der Intensität übersprang, endete allerdings (wie bei allen Anstiegen) in einem herzlich willkommenen technischen Singletrail-Abstecher nach pfälzische “Luxemburg”.

Vorbei an den Kletterern, war der Trail zwar das Highlight des Tages aber nichts für schwache Nerven. Der letzte Viertel der Runde war eher unspektakulär, komischerweise die einzige Portion des Wochenende im Pfälzer Mountainbike-Park, ein Resultat davon was man hat, wenn man einen Rennradfahrer wie Udo Bölts Mountainbike-Trails stylen lässt. (Mann, bin ich böse! :o)

Zum Schluss waren wir wieder zurück in Münchweiler mit weiteren 56 km und etwa 1100 HM in den Beinen. Merkwürdige Stadt mit höchstmerkwürdigen Idolen!

Weil sich die Restaurantsuche in Pirmasens als mühsam erwies, musste Michael nach meinem bescheidenen Vorschlag eine erschreckende Entdeckung machen: Er aß zum allerersten Mal in seinem Leben im Burger King.

Unterwegs nach Hause kämpfte Mr Sonntag mit dem schwachen 3G-Connection und den Spätfolgen des Juchhu-Rauswurfs im Forum, während ich es vollbrachte, trotz schreiende Navi und seiner teilweise lauten Anweisungen doch 2 mal die falsche Ausfahrt zu nehmen. Kurz vor Mitternacht waren wir allerdings doch wieder zuhause.  

Was für ein unvergessliches Weekend!

Hier die Eckdaten:
Ziel: Schon wieder Pfalz ( (3 Nächte, 3 Biketage)
Mission: Biken, wie immer
Personal: Das übliche, Mr Sunday und ich
Fahrzeug + Unterkunft: Peter Förster, unser Wohnmobil

 

*Abi: aus dem türkischen, “Agabey”, großer Bruder.
**Videos: Aus meiner letzten Reise vom Februar